HOMEPAGE

Ein Traum für jeden Chordirektor

Door: Udo Mehrpohl, koordirigent
Ich hatte das Glück, Wagners größte Choroper schon mehrmals (zuletzt an der Bayerischen Staatsoper in München) für die Opernbühne einzustudieren. Als mich nun die Einladung erreichte, meine Lieblingsoper mit dem wundervollen Chor des Niederländischen Rundfunks für ein Konzert vorzubereiten, habe ich mich darüber sehr gefreut.



Oper szenisch - Oper konzertant ?
Natürlich gehort die Oper auf die Bühne. In ihrem ureigensten Wesen ergänzen sich Musik und Text mit Aktion, Dekoration und Licht.
Und doch eröffnen Konzertaufführungen von Opern neue Dimensionen für Mitwirkende und Zuhörer.

Losgelöst von szenischem "Beiwerk" können sich Sänger ganz auf das Musikalische konzentrieren und müssen nicht mit den Schwierigkeiten kampfen, die eine szenische Realisierung immer auch mit sich bringt: akustisch ungünstige Positionierung, besonders lebhafte Aktion oder komplizierte choreographische Bewegungsabläufe.

Verzicht auf die Szene bedeutet aber auch für die ausübenden Künstler, mit rein vokalen Mitteln -das gilt für die Solisten in gleichem Maße wie für den Chor- den Geist und die Atmosphäre des Stückes so überzeugend zum Ausdruck zu bringen, daß der Zuhörer das Optische gar nicht vermißt.

Weshalb liebt jeder Chörsanger den Lohengrin eigentlich so sehr?
Zum einen ist eine gewaltige Aufgabe zu bewältigen, die den Chor neben den Solisten durchaus als Hauptdarsteller erscheinen läßt. Zum anderen sind die sängerischen Anforderungen außerordentlich mannigfaltig und reizvoll: Die lichte Gralswelt in Ihrem Pianissimoklängen, geheimnisvoll Grübelndes wie männlich
Auftrumpfendes, riesige Steigerungen (Lohengrins Ankunft oder der Zug zum Münster) verlangen ein farbenreiches, erfülltes und engagiertes Musizieren.

Darauf freuen wir uns alle sehr .

Udo Mehrpohl

Reacties (0)

REAGEER


Code: * typ deze hierboven over

Lohengrin is een samenwerkingsproject van De ZaterdagMatinee, MCO, AVRO, TROS, NPS, Radio 4, Cultura en NPO internet